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Man schrieb das Jahr 1996. Eine Handvoll junger Musikbegeisterter aus Wünnenberg war über die sich ständig wiederholenden Disco-Feten in der Umgebung verärgert und überlegte sich, wie man eine Alternative dazu schaffen könnte. Schnell kam man auf die Idee, eine Art Woodstock-Festival in oder um Wünnenberg auf die Beine zu stellen. Aus dieser Idee heraus entstand schließlich der Name Wünnstock, so wie dieses Konzert dann heißen sollte. Und aus dieser Idee heraus gründete man im März 1996 den Verein "Wünnstock e. V." und ließ ihn ordnungsgemäß im Vereinsregister beim Amtsgericht in Paderborn eintragen.
Obwohl man glaubte, mit einer Vereinsgründung gute Karten bei der Genehmigung eines solchen Mammut-Projektes zu haben, verweigerten die örtlichen Verwaltungen das Konzert aufgrund von Landschafts- und Lärmschutzbedenken.
Nachdem das Ur-Vorhaben Wünnstock somit endgültig gestorben war, setzte sich der Verein neue, kleinere Ziele. Man mußte einsehen, daß ein großes Vorhaben wie dieses Open-Air vielleicht doch (noch) eine Nummer zu groß gewesen sein könnte für die unerfahrenen Anhänger im Wünnstock e. V.
Der siebenköpfige Vorstand und die immer zahlreicher beitretenden Mitglieder des Vereins sagten sich nun, daß auch kleinere Konzerte in der heimischen Schützenhalle eine starke und echte Alternative zu den üblichen Disco-Feten darstellen würden.
So begann man im Sommer 1996 klein mit einem nichtöffentlichen Mini-Open-Air und organisierte bis heute einige große öffentliche Musik-Festivals, die allesamt eine starke Resonanz erfahren konnten. Für wenig Eintritt bei freundlichen Getränkepreisen holte man stets vier Live-Bands, darunter meist eine bekanntere Band als Haupt-Act sowie drei echte Nachwuchskombos aus der Region. Die Musikrichtungen setzten sich aus Heavy, Rock, Punk und sogar Irish Folk zusammen.
Auf den bisherigen Wünnstock-Events spielten:
4 backwoods, ablaze, after all, alien dirge, antagonist, beggamen, betzefer, bloodwork, bukowski, burden of grief, by night, cetor, c-engine, crosscut, dark man shadow, deadly sin, delirious, dementia, der.tanzbefehl, die angefahrenden schulkinder, die schnitter, die therapeuten, die fäkalen vandalen, die usbekischen spargelstecher, dimple minds, disbelief, dj hodenlos, en vender, ektomorf, evereve, fahrenheit, frustkiller, glow, gods will be done, gorefest, greed, gutlock, helliphants, hoblin´s choice, holy moses, human suit, incoming leergut, jerk off kid, leichenwetter, loomp, loving grace, mellory, money b. gold, monotone bullshit detectors, natursekt & kaviar, nausea, one bullet left, out of ottesen, overkill, pantokrator, planet eden, president evil, psych´o´jam, puppetland, rämouns, regicide, regular sickness, rocket chief, scharfe rote chili schoten, schließmuskel, score, seven witches, sheeps, sin city suckers, robinson ouzo, spark, spermbirds, sprengsatz, superstarfuckers, superstitious, tankard, tanzkapelle dosenbier, thaeft, t_bone, the bad days, the greedy bastard, the helliphants, the kurts, torian, turbomongo, unbelievable scenes, urin & stuhlgang, use to abuse, verdict, vulture culture, weed, woof, wichtig.
Im Februar 1998 stießen die Wünnstocker in einen anderen Bereich der Kultur vor und engagierten die durch skandalträchtige Lieder wie "Tötet Onkel Dittmeyer" oder "I wanna make love to Steffi Graf" sowie exzellenter Comedy-Show bundesweit bekannten "Angefahrenen Schulkinder". Gerade weil diese Veranstaltung publikumsmäßig nicht an die reinen Musik-Festivals anknüpfen konnte, darf der Verein rückblickend dennoch stolz auf sich sein, ein solches Risiko nicht gescheut zu haben und einfach mal Kultur angeboten zu haben, die sich weit über dem BRAVO/MTViva-Niveau ansiedelt.
Mit dem CD-Sampler "Noise Pollution" wagte sich der Wünnstock e. V. im Sommer 1998 auf eine neue Ebene der Musikdarbietung aus der Region. Gleich 9 Bands (aus Delbrück, Marsberg, Paderborn und Wünnenberg) hoffen mit diesem Album darauf, auch überregional auf sich aufmerksam zu machen.
Ihr könnt dabei mithelfen und Euch von unserem Verständnis von "Heimatmusik" selbst überzeugen. Ordert den Wünnstock-Sampler!
Mit dem Rocktober 1998 feierten die Wünnstocker ihr bislang erfolgreichstes Festival in der Schützenhalle Wünnenberg, für das u. a. die Paderborner Kultbands Vulture Culture und SPaRK als Haupt-Acts engagiert wurden.
Nach 3jährigem Vereinsbestehen ist es dem Verein nach vielen rechtlichen und bürokratischen Bedenken endlich gelungen, ein Open Air Festival auf die Beine zu stellen. Im vergangenen Juli war es dann soweit: An der Wanderhütte in Haaren stieg das erste Wünnstock Open Air und die Resonanz der Besucher hat gezeigt, daß es sich die viele Arbeit und Mühe gelohnt haben.
Regionale Bands wie Psych´o´Jam und Sheeps und überregionale wie Schließmuskel und No Talent Necessary präsentierten sich auf dem Rocktober 1999.
Das Jahr 2000 war ebenfalls erfolgreich, denn sowohl beim Rock im Beet 2000 in einem Festzelt in Elisenhof als auch beim Rocktober 2000 (u. a. mit den Dimple Minds und Unbelievable Scenes) bewies einmal mehr die gute Mischung der Bands und die sehr positiven Feedbacks des Publikums, daß das Konzept des Wünnstock e. V. stimmt.
Im Frühjahr 2001 organisierte der Verein erstmals eine reine CD-Musik-Party, die Rocknacht Total, die überraschend gut ankam. Mit den Einnahmen wollte der Wünnstock e. V. sein Open Air im Sommer 2001 finanziell abgesichert wissen, doch letztendlich fand das Open Air ja dann leider doch nicht statt. Das Rocktober 2001, diesmal z. B. mit den bierlustigen Jungs von Tankard und den Rämouns, einer Top-Ramones-Coverband,rundete das Jahr ab und zog wieder viele Musikfreunde aus Nah und Fern an.
Nach der erfolgreichen CD-Musik-Party gab es dann auch im März 2002 ein live-musik-freies Spektakel, diesmal unter dem Motto Rocking All Over und abermals mit erhöhtem Spaßfaktor.
Auf dem Rocktober 2002 präsentierte sich der Verein wieder gekonnt kreativ, engagierte Bands aus den unterschiedlichsten Musikgenren wie etwa den Headliner Evereve aus dem Bereich Gothik oder Der.Tanzbefehl, die mit einer witzigen Mischung aus Folk und SkaPunk überzeugen konnten. Das Publikum war jedenfalls sehr angetan und zahlreich versammelt.
Das Jahr 2003 begann vereinsmäßig neben der alljährlichen Generalversammlung mit einem Experiment. Zum ersten Mal wagte sich der Verein an eine Buch-Lesung heran: Musikjournalist Till Burgwächter gab am 24.02.2003 in der Musikkneipe "Bei Wilms" in Bad Wünnenberg einen Auszug aus seiner höchst amüsanten Heavy-Metal-Satire "Juhr Gait tu Hewi Metäll" und kam dabei schnell bei den rund 100 anwesenden Besucher gut an. Ein echter Kultur-Abend!
Weiter ging es im März 2003 mit viel rockiger CD-Musik wieder auf dem Rocking All Over, das sich mittlerweile als feste Größe beim Wünnstock e. V. etabliert hat und in dieser Form bereits zum 3. Mal stattfand.
Als kleinen Beitrag im Vorfeld zum Historischen Markt im September in Bad Wünnenberg gibt es am Samstag, 13.09.2003 in der Musikkneipe "Bei Wilms" eine kleine Rocknacht mit den Bands "The Helli Phants" sowie der Wiederauferstehung von "Beggamen"! Und das für schlappe 3 Euro!
Und auch das Rocktober-Festival 2003 beglückte wieder viele Besucher aus Nah und Fern, einfach ein Muß für jeden Musikfreund.
Der absolute Knaller folgte aber erst am 22.11.2003 - keine geringere Band als die New-Yorker-Metal-Legende OVERKILL besuchte im Rahmen ihrer Europa-Tournee unseren beschaulichen Ort und begeisterte alle! Selbst Tournee-Orte wie Bochum, Mailand oder Barcelona wurden von den 800 Besuchern in Bad Wünnenberg in den Schatten gestellt!
Und so endete das Jahr 2003 als vielleicht das bewegendenste und tatenreichste Jahr in der garnicht mal mehr so jungen Geschichte unseres Vereins.
Neues Jahr, neues Glück. Das Jahr 2004 war bisher zwar weitaus weniger ereignisreich als 2003 - es begann mit der üblichen gemütlichen Generalversammlung und dem auch schon zur guten Tradition gewordenen, auch diesmal wieder sehr gelungenen Rocking-all-over-Party im März.
Das vergangene Rocktober-Festival am 16.10.2004 aber konnte fast nahezu am Overkill-Auftritt im vergangenen Jahr anknüpfen: Gleich zwei Hammer-Bands mit internationalem Ruf konnte man für sich gewinnen – die Punkrocker Spermbirds sowie keine geringeren als Holy Moses! Das rockte und versetzte über 700 Besucher in einen Freudentaumel...
Im Jahr 2005 hatte der Wünnstock e. V. ein Jubliäum zu feiern – im Oktober stieg nämlich das 10. Herbst-Festival der Vereinsgeschichte! Zunächst aber mal fing das Jahr behutsam mit der üblichen Generalversammlung an. Die Rocking-all-over-Party im März wurde von knapp 500 Musikfreunden bei rockigen Klängen, beim Luftgitarre spielen und bei einer köstlichen Karaoke-Show gut aufgenommen.
Zum Jubiläum gab es dann im Oktober ein Doppel-Ereignis. Am 14.10.2005 gab es einen exzellenten Comedy-Abend mit den unvergeßlichen Angefahrenen Schulkindern geben. Die 4 Protagonisten Heaven, Dr. Ignatz Ignatz, Charlie und Joe Granada waren 1998 schonmal hier und trumpften jetzt noch einmal mit einem Best-of in unserer Schützenhalle auf.
Am Samstag, 15.10.2005, stieg dann das Mega-Event, das 10. Wünnstock-Festival mit sage und schreibe 9 Bands! Mit dabei waren: Ektomorf, Regicide, Disbelief, Betzefer, By Night, 4 Backwoods, Delirious, President Evil und Torian!
Das neue Jahr 2006 startete ungewöhnlich, nämlich neben der Generalversammlung mit einem Mini-Event in der Gaststätte Berghof. Vor rund 60 Zuschauern verwandelten die Marsberger Bands Badlands und The Heliphants den kleinen Saal in ein großes Party-Getöse! Eine witzige Sache in kleinem Kreis motivationsfähiger Musikfreunde unter dem komischen Motto "Rock around Herbert". Im März ging es dann mit dem Rocking-all-over weiter, zu dem man sich diesmal als Neuerung ein Sumo-Ringen-Wettkampf ausgedacht hatte. An den Bildern in der Fotogalerie kann man erkennen, was für ein großer Spaß das dann auch wurde...
Mit dem abgelaufenen Wünnstock-Festival am 14.10.2006 hat man sich auf alte Tugenden besonnen - Back to the roots mit mehr regionalen und deutschen Bands bei minimalem Eintrittspreis und hohem Party-Charakter! So fing anno 1996 alles an...
Das Jahr 2007 stand ganz im Zeichen der Renovierung der Grillhütte im Abendtal von Bad Wünnenberg. Mit einem Abendtal-Brot und einem Benefiz-Festival am 27.01.2007 konnte die Spendenkasse reichhaltig gefüllt werden, so daß man nach den ersten Entrümpelungsarbeiten seit September 2006 nun ab dem März 2007 mit frischem Geld richtig weitermachen konnte. Ein knappes Jahr später, am 27. April 2008, wurde schließlich die große Wiedereröffnungsparty gefeiert, die nicht zuletzt durch weitere Spenden der heimischen Firmen, Vereine und sonstigen Unterstützern überhaupt erst möglich gemacht wurde. Viel Lob und Anerkennung gab es für diese große Vereinsleistung aus der Bevölkerung und ein nicht für möglich gehaltener Boom an Vermietungen im weiteren Verlauf des Jahres 2008 war die Folge. Über die Seite http://www.grillhuette-bad-wuennenberg.de kann man sich ein Bild von der schönen, renovierten Grillhütte machen und dort auch Reservierungen vornehmen.
Doch neben dem großen Projekt Grillhütte wurden auch die eigentlichen Vorhaben des Vereins nicht aus den Augen gelassen. Neben dem Rocking-all-over im Frühjahr 2007 fand am 13.10.2007 wieder das Wünnstock-Festival statt, das mit 4 Bands bestückt, darunter einer exzellenten Metallica-Coverband, ein großes Fest wurde und die aufsteigende Tendenz weiter fortführte. Bei soviel Zuspruch macht das Engagement im Verein umso mehr Freude, so daß der Verein frohen Mutes ins Jahr 2008 blicken durfte.
Im Jahr 2008 gab es gleich zum Auftakt, nämlich am 26.01.2008, einen echten Knaller. Mit der Death-Metal-Band Gorefest machte man einen Ausflug ins musikalisch etwas heftigere Gefilde. Trotz großen Namens wurde dieser Auftritt aber leider nicht besonders honoriert, die Anzahl der Besucher lag unter den Erwartungen des Vereins. Nach der Fertigstellung der Grillhütte Ende April konzentrierte man sich schließlich wieder auf die eingespielten Veranstaltungen, und zwar auf die Rocking-all-over-Party im März und das Festival am 11.10.2008, das wieder mit vier Bands von nah und fern rund 500 Besucher zu begeistern wußte.
Etwas ganz Neues präsentierte der Verein am 21.03.2009 mit der ersten Bang Boom Boogie Night, die das Image der März-Partys ordentlich aufpeppte. Mit Showeinlagen wie einer Schlangentänzerin, mehrerer Gogo-Tänzerinnen und einem -Tänzer, einem durchgeknallten Freak und nicht zuletzt einer sympathischen Marsberger Coverband in der hollywoodreif gestylten Schützenhalle in Bad Wünnenberg überraschte sich der Verein selbst!
Auf dem Wünnstock-Festival des Jahres 2009 am 10.10.2009 trumpften gleich 6 Bands auf, bei denen auf die heimische Region Wert gelegt wurde. Was als Minimalismus (keine großen Namen, nur "kleine" Bands) daherkam, war mit 600 Besuchern ein guter Erfolg und vor allen Dingen konnte damit die regionale Musikförderung ein weiteres Mal fett unterstrichen werden.
Im aktuellen Jahr 2010 steht zunächst die Neuauflage der Bang Boom Boogie Night im Vordergrund. Hier gibt es wieder schön anzuschauende Gogo-Girls und für die Damenwelt auch einen knackigen Gogo-Boy zu sehen und weitere spannende Überraschungen. Nähere Infos dazu findet ihr auf der Hauptseite unserer Homepage!
Aktualisiert ( Dienstag, 09. Februar 2010 um 17:08 Uhr )
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